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3. Opferhilfe

Betroffenen bieten wir unbürokratischen Zugang zu Hilfsmaßnahmen. Sie haben auch Anspruch auf staatliche Entschädigung.  

Die Genitalverstümmelung stellt eine gravierende vorsätzliche Gewalttat gegen minderjährige Mädchen dar, die in der Regel von der Familie angestiftet wird.

Neben lebenslanger körperlicher Schädigung leidet die Mehrheit der Opfer unter schwerer Traumatisierung.

Nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) muss der deutsche Staat dafür einstehen, wenn er seiner Schutzpflicht für alle Menschen in Deutschland nicht hinreichend nachkommt.

Opfer von Genitalverstümmelung, die zum Zeitpunkt der Tat in Deutschland lebten, haben Anspruch auf Entschädigung durch den Staat.

Bisher wissen nur wenige betroffene Mädchen und Frauen, dass – und vor allem wie – sie diesen Entschädigungsanspruch stellen können.

Wir setzen uns für die Rechte der Opfer ein, indem wir

– über den Anspruch auf Entschädigung informieren und

– Mädchen/Frauen bei der Durchsetzung ihres Entschädigungsanspruchs unterstützen (z.B. vermitteln wir engagierte Opferanwälte).

Allen Betroffenen bieten wir aber auch umfassende Unterstützung, denn wir vermitteln unbürokratisch und auf Wunsch anonym

– medizinische oder psychologische Hilfe in der Wohnregion sowie

– juristische und

– soziale Hilfen.