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Kinderschutz konkret

Kinder brauchen den Schutz durch Gesellschaft und Staat – besonders dann, wenn Gewalt innerhalb der Familie verübt wird.

Der Schutz vor FGM stellt dabei eine besondere Herausforderung dar:

Es handelt sich um eine einmalige Tat, daher muss sehr sorgfältig gehandelt werden, um sie wirksam zu verhindern – sonst ist es für die Opfer zu spät.

Das Muster dieser Misshandlungen macht es aber relativ einfach, konkreten und sogar messbaren Schutz für gefährdete Mädchen durchzusetzen. Im Grunde reichen dafür zwei Strategien:

– Verhinderung der Taten im Heimatland der Eltern (durch die Einschränkung des Aufenthaltsbestimmungsrechts gemäß bisheriger Gerichtsbeschlüsse);

– Verhinderung der Taten in Deutschland bzw. im europäischen Ausland (durch medizinische Kontrolle der genitalen Unversehrtheit). Tätern und Anstiftern wird damit signalisiert, dass die Misshandlung unvermeidlich aufgedeckt wird und sie mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben.

Genitalverstümmelungen werden – wie jede Gewalt – gegen die Interessen der Opfer verübt und dienen der Kontrolle, hier speziell der Kontrolle der Sexualität (Jungfräulichkeit, Keuschheit, sexuelle Treue etc.). Die Täter ordnen die Bedürfnisse der Opfer ihren eigenen Interessen unter – und nehmen die Folgen für die Kinder in Kauf.

Hier wird deutlich, dass „Aufklärung“ der Communities ein weitgehend ungeeignetes Mittel ist, um Mädchen zu schützen – und dass es vielmehr darum gehen muss, die Täter konsequent an den Taten zu hindern.  weiterlesen…